Staatlich anerkannte Erzieherin/ staatlich anerkannter Erzieher

Erzieherinnen und Erzieher übernehmen selbständig und eigenverantwortlich Aufgaben der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ihr berufliches Handeln zielt auf die Bildung und Erziehung zu Eigenverantwortung und zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Dabei wird die subjektive Wirklichkeit des Einzelnen wahrgenommen, Ressourcen erkannt und Entwicklungsprozesse gedeutet und unterstützt. Sie werden tätig in Kindertageseinrichtungen, in Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung, in der offenen Kinder- und Jugendhilfe sowie in schulischen Bereich.

Ausbildung: Die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher dauert drei Jahre und kann z.B. an der Evangelischen Schule für Sozialwesen „Luise Höpfner“ abgelegt werden. Zugangsvoraussetzung ist ein Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Erfahrungsberichte

Ich habe direkt nach meinem Studium in Polen (frühkindliche Pädagogik und Vorschulerziehung) in der Kita „Sonnenkäfer“ in Niederbobritzsch angefangen und es noch kein einziges Mal bereut. Die größte Herausforderung ist für mich nicht die Sprache, sondern die Freiheiten, die deutsche Kinder haben. In polnischen Kitas ist jede Minute des Tages geplant, die Kinder machen eine Beschäftigung nach der nächsten und müssen nichts selbst entscheiden. Es war für mich eine komplett neue Erfahrung, dass die Kinder selbst wählen dürfen, was sie als nächstes tun. Es gefällt mir sehr gut, aber ich muss erst noch lernen, mich dabei zu entspannen. Ich freue mich jeden Tag, dass ich in meiner Arbeit alles das tun kann, was ich gern mache.

Małgorzata Grela, Erzieherin in der Integrativen Kita „Sonnenkäfer“ Niederbobritzsch der Kinderarche Sachsen

Ich bin sehr gern Erzieherin! Dabei möchte ich die Kinder und ihre Eltern ein Stück ihres Lebensweges intensiv begleiten und unterstützen. Bei den unter 3-jährigen fasziniert mich, dass es nie langweilig wird, in diesem Alter passieren so viele Entwicklungsschritte, die Kinder lernen laufen, sprechen und entdecken ihren eigenen Willen.

Wir gestalten gemeinsam Morgenkreise, spielen drinnen und draußen, forschen , musizieren, beten und haben einfach viel Spaß zusammen.

Marianne Kern, Erzieherin in der Evangelischen Kita Blasewitz

Ich wusste schon mit 14, dass ich mit Kindern arbeiten will. Ich glaube, Erzieher ist ein Beruf, den kannst du nicht lernen. Du musst vor allem viel Verständnis für die Jugend mitbringen. Ich habe nie vergessen, wie ich selbst in dem Alter war, und so kann ich die jungen Leute auch jetzt noch gut verstehen. Ich war auch großschnäuzig, habe Widerworte gegeben, mich für andere eingesetzt. Hinter der harten Schale meiner Mädels steckt oft eine große Verletzlichkeit. Deshalb nehme ich auch die „Großen“ in den Arm, wenn sie mal wieder besonders borstig sind. Trotz aller Herausforderungen würde ich den Job jedem empfehlen, der Interesse daran hat. Weil es toll ist, die jungen Leute auf den richtigen Weg zu bringen.

Ute Erler, Erzieherin im Integrativen Wohnbereich „Wach’sche Villa“ Radebeul der Kinderarche Sachsen